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Kunstobjekt "Tetzel-Kiste"

24.08. bis 31.10.2017

 (© Stadt Braunschweig)
(© Stadt Braunschweig)

Die Tetzel-Kiste, ein Projekt im Rahmen des Jubiläumsjahres der Reformation. Der Graffiti-Künstler Olf Lupin verwandelte ein Überseecontainer in die große begehbare Tetzel-Kiste.

 

 

 

Nächste Termine:
Das nächste Mal ist die Tetzel-Kiste am 22. und 23. September an der St. Ulrici-Brüdern Kirche zu sehen. (Kannengießerstraße)

22. September (Programm der Museumspädagogik des Braunschweigischen Landesmuseums):

13:30 bis 14:30 Uhr: Tetzel und der Ablasshandel / Schreiben mit Federkiel

14:45 bis 15:45 Uhr: Erfindungen / Drucken mit beweglichen Lettern

16:00 bis 17:00 Uhr: Entdeckungsreisen / Sonnenuhr basteln

… zwischendurch: Reformations-Quartett/ Memory

Das Programm der Museumspädagogik des Braunschweigischen Landesmuseums anlässlich des Reformationsjubiläums und der Sonderausstellung „Im Aufbruch. Reformation 1517-1617“ bietet Kindern und Familien an, die so fremde und ferne Welt des 16. Jahrhunderts kindgerecht entdecken zu können und verstehen zu lernen.

23. September (Programm der Stadtfinder):

19:30 bis 23 Uhr (während der Nacht der Kirchen):
DeCheffen (deutschsprachige Rocksongs) und Catering durch die Stebner Privatbrauerei.

Währenddessen ist die Reformationsausstellung in der Brüdernkirche und im Café Kreuzgang von 18 bis 23 Uhr geöffnet.
Kurzführungen: 20 Uhr, 21 Uhr und 22 Uhr

 
Zum Projekt:

„Das Projekt Tetzel-Kiste ist eine Ergänzung des umfangreichen Veranstaltungsprogramms im Reformationsjahr. Als ‚Blow Up‘ der symbolischen Ablasskiste erfolgt hier zudem eine sinnliche, künstlerische und moderne Annäherung an das historische Thema, was hoffentlich für ein zusätzliches Interesse am Reformationsjahr sorgt“, sagt Dr. Anja Hesse, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft der Stadt Braunschweig.

Vorbild für das Projekt ist der Tetzelkasten, eine Ablasstruhe des Predigers Johann Tetzel (um 1460 bis 1519), in der er die Ablassgelder verwahrte. Eine solche Ablasstruhe, aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts stammend, befindet sich heute im Bestand des Städtischen Museums Braunschweig. Die Ablasstruhe, markantes Symbol im Kontext der Reformation, ist ein bedeutendes Exponat des Museums, das im vergangenen Jahr zu einer Luther-Ausstellung über den Atlantik bis nach New York City verliehen wurde. Tetzels Ablasspredigten waren maßgeblicher Anlass für Luthers 95 Thesen, in denen er den Handel mit Ablassbriefen kritisierte.

Die aktuelle Tetzel-Kiste greift als Reminiszenz dieses historische Objekt auf und überführt es in die Gegenwart. Dazu wird der Innenraum der begehbaren Kiste im modernen Design als offener Informations- und Kommunikationsort dienen. Es entsteht eine Bar, die von wechselnden Braunschweiger Gastronomen bewirtschaftet wird, und eine kleine Bühne. Ziel des Projektes ist es, einen Prozess des Nachdenkens über die Reformation bis in die Gegenwart zu initiieren und einen Ort der Begegnung zu schaffen, der die Besucher dazu animiert, sich über das Thema Reformation auszutauschen. Dabei wird auch die Frage „Gibt es heutzutage noch eine Art Ablasshandel, oder was berührt heute unser Gewissen?“ im Rahmen einer Befragung untersucht.

Bis zum Reformationsfest am 31. Oktober auf dem Burgplatz wird ein vielfältiges Programm in und um die neuartige Veranstaltungsstätte an sechs zentralen Orten in Braunschweig stattfinden. Die unterschiedlichen Standorte der Tetzel-Kiste dienen dazu, dass Thema einem breiten Publikum zu kommunizieren. Bespielt wird die Tetzel-Kiste durch das Kultur-Netzwerk „Die Stadtfinder“ und die beteiligten Kirchgemeinden.

 

Fotostrecke (8 Bilder)
Tetzel-Kiste, Foto: Stadt Braunschweig / Daniela Nielsen (© Stadt Braunschweig / Daniela Nielsen)
(© Stadt Braunschweig / Daniela Nielsen)
 (© Stadt Braunschweig / Daniela Nielsen)
(© Stadt Braunschweig / Daniela Nielsen)
 (© Stadt Braunschweig / Daniela Nielsen)
(© Stadt Braunschweig / Daniela Nielsen)

(Foto: Daniela Nielsen)