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Mehr Bäume sollen Naturdenkmäler werden

Braunschweig, 26. April 2018 Stadt Braunschweig / Referat Kommunikation

Noch nicht als Naturdenkmal geschützt: Robinie unterhalb von Schloss Richmond.  (Foto: Stadt Braunschweig )
Noch nicht als Naturdenkmal geschützt: Robinie unterhalb von Schloss Richmond.
(Foto: Stadt Braunschweig )

Die Stadtverwaltung plant, die Zahl der als Naturdenkmäler ausgewiesenen Bäume im Stadtgebiet außerhalb des Waldes zu vergrößern und so besonders herausragende Bäume dauerhaft zu sichern. In Betracht kommen beispielsweise alte oder ortsprägende Bäume, Bäume von besonderer Schönheit oder Bäume mit einer geschichtlichen Bedeutung. Bisher gibt es nur 13 Bäume, die auf diese Weise einen besonderen Schutz genießen. Die Abteilung Umweltschutz, Umweltplanung erarbeitet derzeit eine Liste ausgewählter potenzieller Naturdenkmäler. Im Blick sind aufgrund eigener Recherchen und Hinweisen etwa 50 Bäume im Stadtgebiet.



Grundlage ist das Bundesnaturschutzgesetz und das Niedersächsische Ausführungsgesetz dazu. Danach können „einzelne Naturschöpfungen“ entweder wegen ihrer Bedeutung für Wissenschaft, Natur- oder Heimatkunde oder wegen ihrer Seltenheit, Eigenart oder Schönheit als Naturdenkmal ausgewiesen werden. Sie sind streng geschützte Objekte der Natur, die als Einheit erkennbar sind. Zerstörung, Beschädigung oder Veränderung eines solchen Naturdenkmals sind nach dem Naturschutzgesetz grundsätzlich untersagt.



Schon jetzt Naturdenkmal: die Dorfeiche im Ortsteil Mascherode, Alte Kirchstraße.  (Foto: Stadt Braunschweig )
Schon jetzt Naturdenkmal: die Dorfeiche im Ortsteil Mascherode, Alte Kirchstraße.
(Foto: Stadt Braunschweig )

Im Stadtgebiet Braunschweig sind zurzeit 30 Naturdenkmäler ausgewiesen. Dabei handelt es sich um flächen- und linienhafte Objekte wie Teiche, Bäume, Quellen oder Bachläufe sowie historisch bedeutsame Elemente wie die Klostermauer von Riddagshausen, die Landwehren oder eben auch Bäume, zum Beispiel die Dorfeiche im Ortsteil Mascherode, Alte Kirchstraße.



Die Vorschlagsliste soll im Laufe dieses Jahres veröffentlicht werden. Es beginnt dann ein gesetzlich vorgegebenes öffentliches Beteiligungsverfahren. Ziel ist es, für Bäume, die Naturdenkmäler darstellen, eine eigene Schutzverordnung zu schaffen, um so einen Beitrag zur Erhaltung wichtiger Eckpfeiler der Stadtnatur sowie zur Förderung von Stadtklima und Biodiversität zu leisten. Die abschließende Entscheidung darüber liegt bei den politischen Gremien.

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