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Tag des offenen Denkmals

Braunschweig, 08. September 2017 Stadt Braunschweig, Pressestelle

Die St.-Leonhard-Kapelle kann beim "Tag des offenen Denkmals" besichtigt werden. (© Stadt Braunschweig / Daniela Nielsen; Weiterverbreitung nicht gestattet.)
Die St.-Leonhard-Kapelle kann beim "Tag des offenen Denkmals" besichtigt werden.
(© Stadt Braunschweig / Daniela Nielsen; Weiterverbreitung nicht gestattet.)

Zum bundesweiten Tag des offenen Denkmals unter dem Motto „Macht und Pracht“ am Sonntag, 10. September können Bürgerinnen und Bürger denkmalgeschützte Bauten besichtigen. Das Programm umfasst in Braunschweig acht Objekte. Neben Gebäuden wie dem Dom und dem Altstadtrathaus, die ganzjährig zu bestimmten Zeiten offenstehen, wurden Objekte ins Programm genommen, die nur an diesem Tag des offenen Denkmals für eine breite Öffentlichkeit zugänglich sind.

So ist beispielsweise die St.-Leonhard-Kapelle, Leonhardstraße 43, in diesem Jahr dabei. Die dort ansässige Christengemeinschaft lädt um 10 Uhr zu einem Gottesdienst, um 11 Uhr zu einem Imbiss im Gemeindehaus und zu zwei Führungen um 12 Uhr und 14 Uhr ein. Die Kapelle wird von 11 bis 16 Uhr geöffnet sein.

Zwei versteckte Kleinode, die besichtigt werden können, sind das Kontorhaus am Jödebrunnen, Westbahnhof 5, mit halbstündlichen Führungen zwischen 14 und 16 Uhr sowie Chansons um 15 und 16 Uhr. Außerdem bietet die Burg der Schlaraffia Brunsviga e.V., Hochstraße 21, Führungen und eine Ausstellung von 10 bis 18 Uhr.

An der alten Landwehr in Rühme, Gifhorner Straße 140, gibt es ab 11 Uhr ein Programm mit Verköstigung und Musik. Um 11 Uhr enthüllt Bürgermeisterin Annegret Ihbe das Kunstwerk „Braunschweiger Landwehr“ des Künstlers Magnus Kleine-Tebbe.

Führungen durch das „Regierungsviertel“ im Stadtzentrum von Braunschweig mit Rathaus und ehemaliger Bezirksregierung runden das Programm ab. Start ist um 11 Uhr, 13:30 Uhr und 15 Uhr an der Hauptpost, Friedrich-Wilhelm-Straße 3.

Das Referat Stadtbild und Denkmalpflege beteiligt sich wie in den Jahren zuvor auch diesmal mit einem eigenen Projekt. Zusammen mit dem Braunschweig Kolleg, dem Staatlichen Baumanagement Braunschweig, der Restauratorin Anja Stadler und der Architektin Birgit Juch wird das Gebäude in der Wolfenbütteler Straße 57, die ehemalige „Akademie für Jugendführung“, vorgestellt.

Mit der Gebäudeanlage an der Wolfenbütteler Straße wird ein prominent an der südlichen Stadteinfahrt gelegenes Denkmal den Besuchern geöffnet, das in mehrfacher Hinsicht das diesjährige Motto „Macht und Pracht“ in sich vereint: zunächst äußerlich über die monumentale, mit seiner strengen symmetrischen Ordnung das nationalsozialistische Kulturverständnis wiederspiegelnde Architektur. Vor allem aber die ursprünglich vorgesehene inhaltliche Nutzung der von 1936 bis 1938 nach Plänen des Architekten Ernst zu Putlitz entstandene Gebäudeanlage als „Akademie für deutsche Jugendführung“ – quasi als „Kaderschmiede“ für Partei und Staat im Dritten Reich – bietet sich für diesen Tag und dieses Motto an.

Mit Führungen im Gebäude des Hauptbaus und mit einer kleinen Ausstellung werden den Besuchern die Bau- und wechselvolle Nutzungsgeschichte der Gebäudeanlage, die heute als Schule und Wohnheim genutzt wird, vermittelt.

Umrahmt von einer Reihe repräsentativer Bauten aus der Blütezeit Braunschweigs zählt der Altstadtmarkt zu den schönsten Marktplätzen des ausgehenden Mittelalters in Deutschland. Im Zentrum der Altstadt, dem reichsten und einflussreichsten sogenannten Weichbild unserer Stadt gelegen, zeugen Marienbrunnen, Gewandhaus, Martinikirche und Altstadtrathaus von Reichtum, Macht und Bürgerstolz seiner Bewohner. Unter dem Motto „Das Altstadtrathaus – Zentrum städtischer Machtpolitik der Hansestadt Braunschweig“ steht ein Kurzvortrag von Dr. Jürgen Middel mit anschließender Führung, die im Rahmen des Tags des offenen Denkmals am Sonntag, 10. September, 15 Uhr, in der kleinen Dornse des Altstadtrathauses stattfindet. Der Eintritt ist frei.

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