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Städtische Fahrzeugflotte soll elektrisch werden

Braunschweig, 11. Juli 2017 Stadt Braunschweig, Pressestelle

Die Stadt Braunschweig wird ein Konzept erarbeiten, wie künftig möglichst große Teile der städtischen Fahrzeugflotte elektrisch fahren können. Dafür hat das Bundesministerium für Verkehr jetzt 80.000 Euro Förderung zur Verfügung gestellt. Mit dem städtischen Eigenanteil stehen damit insgesamt 100.000 Euro für die Erstellung eines zukunftsweisenden Mobilitätskonzepts durch einen externen Berater zur Verfügung. Bis Anfang 2019 soll es vorliegen.

Zum einen soll ein Großteil des Fuhrparks durch Fahrzeuge mit Elektroantrieb ersetzt werden, zum anderen geht es um die effizientere Nutzung des Fuhrparks, angelehnt an das im privaten und gewerblichen Bereich schon länger praktizierte Carsharing-Konzept. Erstellt wird das Konzept durch den Fachbereich Stadtgrün und Sport, der für den städtischen Fuhrpark zuständig ist. Die Stadt hatte Anfang des Jahres einen Förderantrag beim Bund gestellt, der nun positiv beschieden wurde.

Bislang nutzen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung überwiegend konventionell angetriebene Fahrzeuge, deren Nutzung im Wesentlichen auf den Fachbereich beschränkt ist, für den sie angeschafft wurden.

Teile der Fahrzeugflotte könnten jedoch auch elektrisch fahren. Lediglich bei Spezialfahrzeugen bietet sich das in der Regel nicht an. Ziel ist ein zentral bewirtschafteter und da, wo es Sinn macht, gemeinsam genutzter und klimaschonender Fuhrpark mit batterieelektrischen Antrieben in mehreren Fahrzeugklassen, der von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung im Dienst genutzt werden kann. Durch digitale Anwendungen beim Management und bei der Buchung von Fahrzeugen aus der städtischen Flotte soll künftig fachbereichsübergreifend eine möglichst effiziente Nutzung erreicht werden. Wie das gelingen kann, soll ebenfalls das Mobilitätskonzept aufzeigen.

Derzeit umfasst der Fuhrpark der Verwaltung 190 Pkw sowie leichte und schwere Nutzfahrzeuge (ohne Fachbereich Feuerwehr), davon bisher eines mit Elektroantrieb. Vier weitere Elektrofahrzeuge, die vom Bundesverkehrsministerium bezuschusst werden, sollen dieses Jahr noch dazukommen.

„Mit dem Mobilitätskonzept bietet sich der Stadt Braunschweig die Chance, Vorreiter in der Region bei der Einführung eines stadteigenen klimaschonenden und mit maximaler Effizienz genutzten Fuhrparks zu werden“, sagte der für den Fachbereich Stadtgrün und Sport zuständige Dezernent Christian Geiger. Das zu erarbeitende Reorganisationskonzept wird die Grundlage für eine sukzessive Umstellung des städtischen Fuhrparks in den nächsten Jahren sein.

Die Stadt Braunschweig hat es sich zum Ziel gesetzt, den Kohlendioxid-Ausstoß zu reduzieren und bis 2050 den Energiebedarf u. a. auch im Mobilitätsbereich zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen zu decken. Hierbei habe die Verwaltung der Stadt Braunschweig eine Vorbildfunktion, betonte Geiger. Neben der Nutzung von Fahrrädern oder ÖPNV, wo dies sinnvoll sei, liege natürlich ein Hauptaugenmerk auf dem städtischen Fuhrpark. Dort sei eine stärkere gemeinschaftliche Nutzung und verbesserte Auslastung von städtischen Mobilitätsressourcen angezeigt, sagte der Dezernent. Als Stadtverwaltung in einer Region, die im Bereich der Mobilitätsproduktion und –forschung europaweite Bedeutung habe, sehe man die Chance, mit einem ökologischen und digitalisierten Fuhrparkkonzept auch im Bereich der Verwaltung eine Vorreiter- und Vorbildfunktion einzunehmen.

Die Stadt Braunschweig hat bereits mit der Umsetzung des Luftreinhalte- und Aktionsplans im Jahr 2007 erhebliche Mittel (7,6 Millionen Euro) in die Modernisierung des städtischen Fuhrparks und damit für eine bessere Luftqualität in der Stadt investiert. In der Zeit von 2014 bis Ende 2016 nahm die Stadt Braunschweig zudem am Schaufensterprojekt „Kommunen für Elektromobilität“ der Metropolregion teil. Durch dieses auch vom Bundesverkehrsministerium geförderte Projekt konnten fünf e-up’s im Fuhrpark der Stadt Braunschweig erprobt werden, die jedoch nicht dauerhaft zur Verfügung standen. Dies solle jetzt mit eigenen Fahrzeugen verstetigt werden.

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