Menü und Suche

Ausbau der Kooperativen Ganztagsschulen geplant

Braunschweig, 13. September 2017 Stadt Braunschweig, Pressestelle

In der Grundschule Lehndorf wird der Ganztagsbetrieb nach derzeitiger Stand zum Schuljahr 2018/2019 beginnen.  (© Stadt Braunschweig / Daniela Nielsen; Weiterverbreitung nicht gestattet.)
In der Grundschule Lehndorf wird der Ganztagsbetrieb nach derzeitiger Stand zum Schuljahr 2018/2019 beginnen.
(© Stadt Braunschweig / Daniela Nielsen; Weiterverbreitung nicht gestattet.)

Die Stadtverwaltung legt dem Rat Raumprogramme vor, um den Ganztagsbetrieb in Grundschulen voranzutreiben. Dieser hatte im Februar beschlossen, ab 2019 jährlich mindestens zwei Grundschulen in Kooperative Ganztagsschulen umzuwandeln.

In den Schulausschuss am 15. September sollen die Raumprogramme für Lamme, Lehndorf und Waggum eingebracht werden. Nach derzeitiger Planung wird der Ganztagsbetrieb in Lehndorf zum Schuljahr 2018/2019 beginnen. Bis zum Schuljahr 2020/2021 sollen neben Lehndorf weitere fünf Grundschulen dazukommen.

Dazu sagt Dezernentin Frau Dr. Hanke: „Wir haben in den vergangenen Monaten zusammen mit der Bauverwaltung mit Hochdruck an den Raumprogrammen gearbeitet, um so schnell wie möglich die dringendsten Projekte in Angriff zu nehmen. Das sind große Bauprojekte mit viel logistischem Aufwand. Das Thema hat höchste Priorität, gleichwohl geht nicht Alles auf einmal, und auch nicht über Nacht.“

Um bereits jetzt die planerischen und baulichen Voraussetzungen zu schaffen, wurde eine Prioritätenliste erstellt. Dabei wurden u.a. die Größe der Schule, Schülerzahlen, Soziale Indikatoren und aktuell fehlende Betreuungsplätze als Kriterien herangezogen.

An der Spitze der Prioritätenliste stehen die Grundschulen Lamme, Lehndorf und Querum, gefolgt von den Grundschulen Ilmenaustraße, Waggum und Stöckheim. Für diese Schulen wird die konkrete Planung unverzüglich aufgenommen und im Haushalt bzw. Investitionsprogramm 2018 abgebildet. Für das Thema Ganztagsbetrieb sind in der Haushaltsplanung bis 2022 derzeit 31,1 Mio. Euro vorgesehen.

Die ursprüngliche Planung zum Ausbau der Grundschule Lamme konnte nicht umgesetzt werden. Vorgesehen war, den nach dem Kindertagesstätten Gesetz vorgeschriebenen Bewegungsraum der Kita im geplanten Erweiterungsbau unterzubringen. Die Betriebserlaubnis kann jedoch von der Fachaufsicht des Landes nur erteilt werden, wenn der Bewegungsraum von den Kindern jederzeit ohne Aufsicht aufgesucht und genutzt werden kann. Diese Bedingung wird mit einem Bewegungsraum im Erweiterungsbau nicht erfüllt. Aus diesem Grund war eine Überarbeitung des bereits beschlossenen Raumprogramms erforderlich.

Die neue Planung sieht vor, die Einrichtung des Ganztagsbetriebs sowie verbesserte Unterrichts- und Arbeitsbedingungen durch bauliche Erweiterungen und Umbauten im Bestandsgebäude zu realisieren. Der Bewegungsraum für die Kita entsteht durch Zusammenlegung von Räumen im Erdgeschoss des Hauptgebäudes. Im neu konzipierten Erweiterungsbau sind neben Fachunterrichtsräumen und dem Freizeitbereich die Küche und die Mensa vorgesehen. Erst mit Fertigstellung des Erweiterungsbaus spätestens zum Schuljahr 2020/2021 ist für die Grundschule Lamme der Ganztagsbetrieb umsetzbar. Gerechnet wird mit Kosten von insgesamt 4,32 Mio. Euro.

Mit der Aufgabe der Kindertagesstätte Lehndorfer Turm ergibt sich die Möglichkeit, die freien Ressourcen für den angestrebten Ganztagsbetrieb der Grundschule Lehndorf im Bestand – ohne Erweiterungsbau – zum Schuljahr 2018/2019 umzusetzen. Unter Zuhilfenahme des „Turms“ wird eine Übergangslösung geschaffen, um in den kommenden Jahren eine Mensa und weitere Klassenräume einrichten zu können. Die inneren Umbauten sollen spätestens zum Schuljahr 2020/2021 abgeschlossen sein. Insgesamt sind Ausgaben von 3,5 Mio. Euro vorgesehen.

Die Grundschule Querum wird erst in eine Ganztagsschule umgewandelt werden können, wenn absehbar ist, in welchem Umfang die Schule aufgrund der Baugebietsentwicklungen erweitert werden muss. Für die Grundschule Ilmenaustraße strebt die Verwaltung eine Beschlussfassung des Raumprogramms in den Gremien im Herbst an. Der Ganztagsbetrieb soll in beiden Schulen spätestens zum Schuljahr 2020/2021 beginnen.

Aufgrund des steigenden Schüleraufkommens aus den im Schulbezirk liegenden Neubaugebieten ist eine Erweiterung der Grundschule Waggum ohnehin erforderlich, so dass die Ganztagsinfrastruktur in diesem Zuge mit errichtet werden soll. Auch hier wird mit einer Umsetzung des Ganztagsbetriebs spätestens 2020/2021 gerechnet.

Für die Umsetzung des Ganztagsbetriebs in Stöckheim und Melverode strebt die Verwaltung eine Zusammenlegung der Schulbezirke an. Mit einem parallelen Beginn des Ganztagsbetriebs an beiden Grundschulen einschließlich der Außenstelle Leiferde könnte auf eine Erweiterung in Stöckheim verzichtet werden und die ersparten Mittel in bauliche Maßnahmen für die Errichtung des Ganztagsbetriebs in Melverode einfließen.

Grundsätzlich für alle Baumaßnahmen gilt, dass aufbauend auf die Gremienbeschlüsse über die Raumprogramme für den Entwurf, die Genehmigungsplanung, Ausführungsplanung, das Baugenehmigungsverfahren sowie die Erstellung der Ausschreibungsunterlagen und das Vergabeverfahren ein Zeitraum von 12 bis 15 Monaten bis zum ersten Spatenstich benötigt wird, um mit der Bautätigkeit für die Herstellung des Ganztagsbetriebs beginnen zu können. Die Bauzeit ist abhängig vom erforderlichen Investitionsvolumen und beträgt in der Regel 12 bis 18 Monate. Witterungseinflüsse können bei offenen Baustellen die Fertigstellung über die genannten Fristen hinaus weiter verzögern.

alle Nachrichten