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Wirtschaft in Braunschweig

 (Foto: Braunschweig Stadtmarketing GmbH / Gerald Grote)

Die Attraktivität einer Stadt lässt sich an ihrer Schönheit ablesen, manchmal aber auch an nüchternen Zahlen: Braunschweig hat beides, eine Innenstadt mit Flair und eine außerordentlich hohe Einzelhandelszentralität von 144 Prozent. Die City erzielte 2013 auf einer Verkaufsfläche von rund 180.000 Quadratmetern einen Umsatz von knapp 750 Millionen Euro.

Braunschweigs Anziehungskraft wird keineswegs nur durch den Handel charakterisiert. Vor über 75 Jahren begann im Braunschweiger Vorwerk die Erfolgsgeschichte der Volkswagen AG. Noch heute zählt das Braunschweiger Werk mit rund 8.700 Beschäftigten als Fahrzeugkomponentenhersteller des gesamten Konzerns zu den wichtigsten Unternehmen der Stadt.

 (Foto: Öffentliche Versicherung Braunschweig)

Eine rasante Entwicklung nahm auch die 1994 gegründete Volkswagen Financial Services AG, die für die Koordination der weltweiten Finanzdienstleistungen des Volkswagen Konzerns in 51 Ländern präsent ist. Zusammen mit der Braunschweigischen Landessparkasse, der Öffentlichen Versicherung Braunschweig und der Volksbank Braunschweig-Wolfsburg ist dadurch in Braunschweig ein bedeutendes Finanzcluster mit rund 8.500 Beschäftigten entstanden.

Die Nordzucker AG, die Verlagsgruppe Westermann sowie die Robert Bosch GmbH und die weltweit exportierenden, traditionsreichen Pianofortefabriken Grotrian-Steinweg und Schimmel Pianos sind weitere bedeutende Unternehmen, die die Wirtschaftsstruktur Braunschweigs kennzeichnen. Von hier aus expandierte auch die New Yorker Gruppe, einer der größten Konzerne für Jugendmode, in rund 40 Länder. Andere Beispiele sind die Firma Auro, die Vorreiter und Marktführer bei der Produktion ökologischer Naturfarben ist oder Solvis, technologisch führender Hersteller für Solartechnik in Europa.

Die aufstrebende GOM GmbH entwickelt und produziert optische Messsysteme und -lösungen für die 3D-Koordinatenmesstechnik, Material- und Bauteilprüfung in Industrie und Forschung. Fujitsu Semiconductor, Anbieter von Halbleiterbauteilen und Systemlösungen für die Marktsegmente Automobil, Digital-TV, Mobiltelefon, Netzwerk- und Kommunikationstechnik, unterhält ein Entwicklungslabor in der Stadt.

Siemens Mobility beschäftigt sich mit vernetzten Verkehrssystemen, von Infrastrukturausstattungen für den Bahn- und Straßenverkehr über Schienenfahrzeuge bis zur Flughafenlogistik. Das Unternehmen ist gemeinsam mit Volkswagen einer der Kristallisationspunkte für die hohe Kompetenz von Stadt und Region in Mobilitätsfragen. Zusammen mit der Kompetenz der Technischen Universität Braunschweig, dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, den am Forschungsflughafen ansässigen Unternehmen und weiteren Forschungsinstitutionen entwickelte sich daraus ein Mobilitätscluster von internationalem Rang.

Braunschweig ist das Zentrum der forschungsintensivsten Region Deutschlands, in der 7,32 Prozent des Bruttoinlandprodukts für Forschung und Entwicklung ausgegeben werden (Eurostat 2011). Heute arbeiten und forschen in Braunschweig mehr als 15.000 Menschen in rund 250 Firmen des Hochtechnologie-Sektors und 27 Forschungseinrichtungen.

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