Temporärer Architekturpavillon soll 2026 auf dem Burgplatz errichtet werden
Braunschweig, 31. März 2025 - Referat Kommunikation
Ein temporärer Architekturpavillon des Fachbereichs Kultur und Wissenschaft ist eines der städtischen Projekte, die durch die Förderprogramme "Perspektive Innenstadt" und "Resiliente Innenstädte" des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) co-finanziert werden. Verwirklicht werden sollte es zunächst erstmalig in diesem Jahr am Domplatz. Weil der geplante Standort aber als Anlieferungszone für die Bauarbeiten am wichtigen Bauprojekt Stiftshöfe benötigt wird, muss die Premiere des Architekturpavillons auf nächstes Jahr verschoben und auch der Ort verlegt werden.
Der Fördermittelgeber NBank hat einem entsprechenden Änderungsantrag zugestimmt. Das Projekt soll nun in den Monaten Mai, Juni, Juli in den Jahren 2026 und 2027 auf dem Burgplatz verwirklicht werden. "Es ist nicht immer einfach, die verschiedenen Interessen in den begehrten Innenstadtlagen miteinander in Einklang zu bringen. Ich bin froh, dass wir eine praktikable und für alle Beteiligten zufriedenstellende Lösung gefunden haben und die Fördermittel wie ursprünglich geplant dem wichtigen Ziel einer Aktivierung der Innenstadt als sozialem Ort zugutekommen können", kommentiert Kulturdezernentin Prof. Dr. Anja Hesse. Zudem könnten so sinnvolle Synergien mit weiteren besonderen Veranstaltungen wie dem Tag der Niedersachsen im kommenden Jahr genutzt werden.
Ziel des temporären Architekturpavillons ist es, an prominenter Stelle einen multifunktionalen Raum zu erschaffen, welcher bisher unterrepräsentierten Gruppen der Stadtgesellschaft, beispielweise aus Kunst und Kultur, eine zeitweilige Sichtbarkeit in der Innenstadt ermöglicht. Dafür hatte die Stadt einen Architekturwettbewerb mit Studierenden und Architekturbüros aus Braunschweig organisiert, der von Marc-André Tiede und JUHU! Architektur gewonnen wurde.
Resiliente Innenstädte (RIS)
Für das Projekt werden im Rahmen des Förderprogramms "Resiliente Innenstädte" Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) beantragt. Mit dem Programm fördert das Niedersächsische Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung die Stärkung der Innenstädte. Für die EU-Förderperiode 2021-2027 stellt das Ministerium insgesamt 61,5 Millionen Euro zur Verfügung. Davon können bis zu 4,2 Millionen Euro zusätzlich zu den Mitteln aus dem Programm "Perspektive Innenstadt!" in Maßnahmen zur Stärkung der Braunschweiger Innenstadt fließen. Braunschweig wird als eine von 15 Städten im Rahmen von "Resiliente Innenstädte" gefördert.